Beispiele für Gewässerabdichtungen

Randbereich

Anschlussdetails

Sanierung / Reparatur

Überlauf / Staustufe

Bachlauf

Zulauf

Verwendung von Gabionen

Laichgewässer

Gewässerabdichtung im Randbereich ohne Kapillarsperre

Wasserverlust bei Teichanlagen durch Kapillarwirkung der Uferränder

Natürliche Gewässer unterliegen dem Wasserverlust durch Verdunstung, sowohl von der sichtbaren Wasserfläche, als auch infolge der Kapillarwirkung der Uferränder. Die Kapillarwirkung des Bodens beruht auf der Tendenz der Grenzfläche von Wasser und Luft, sich zu verkleinern und somit einen energieärmeren Zustand zu erreichen. Bei bindigen Böden mit hohem Feinkornanteil steigt mit der Abnahme des Durchmessers der kapillaren Hohlräume die Kapillarwirkung. Die kapillaren Aufstiegshöhen des Wassers liegen bis zu 2 m für Schluff- und Tonböden im Vergleich zu ca. 0,7 m für Sandböden. Die Quantifizierung von Wasserverlusten basierend auf diesen Kapillareffekten ist sehr schwierig, da viele Einflussparameter des vorliegenden Bodens (z.B. hydrologische Eigenschaften aller beteiligten Bodenschichten, Verdichtung, Böschungswinkel, Bewuchs) und der klimatischen Bedingungen (Sättigung durch Niederschläge) eine Rolle spielen.

Neben dem beschriebenen Wasserverlust werden zudem dem Boden im wassernahen Bereich des Ufers aufgrund des permanenten Kontakts mit Wasser die Nährstoffe stark entzogen, und das Gewässer kann dadurch schneller eutrophieren.

Randbereich mit Kapillarsperre

Die Wasserverluste durch die Kapillarwirkung des Bodens im Uferbereich werden in der Planung leicht vernachlässigt. Durch „Kapillarsperren“ als alternative Uferkonstruktionen lassen sich solche Wasserverluste im Vorfeld verringern. Eine Kapillarsperre sollte so angelegt sein, dass der an das Gewässer anschließende wassergesättigte Sumpfbereich nicht in direktem Kontakt zu dem umgebenden, meist wasserärmeren Boden steht.