Beispiele für Gewässerabdichtungen

Randbereich

Anschlussdetails

Sanierung / Reparatur

Überlauf / Staustufe

Bachlauf

Zulauf

Verwendung von Gabionen

Laichgewässer

Verwendung der DERNOTON®-Fertigmischung im Naturschutz

Weitere Referenzobjekte Amphibienlaichgewässer

Ausgleichsmaßnahme Allianz‐Arena München Fröttmanning
DERNOTON®‐Fertigmischung ist selbst nach völliger Austrocknung dauerhaft dicht im Gegensatz herkömmlichem Ton.

Abdichtung mit herkömmlichem „Deponieton“ ca. ein Jahr nach Fertigstellung: undicht

Abdichtung mit DERNOTON®‐Fertigmischung: dicht

Sehr geehrter Herr Dernbach, im Rahmen der Erstellung einer Maßnahme zum Ausgleich von Eingriffen in die Fröttmaninger Heide im Münchner Norden wurden Laichgewässer für die hier vorkommende Wechselkröte erstellt. Diese Gewässer sind vergleichsweise kleinflächig und nur temporär wasserführend, d.h. im Sommer sind sie je nach Witterung meist trocken. Für diese Gewässer wurden verschiedene Materialien zur Abdichtung verwendet. Ein Teil der Laichgewässer wurde mit Lehm abgedichtet. Hierfür wurde Lehm aus dem Tertiärhügelland verwendet, wie er auch für Deponieabdeckungen o. dergl. verwendet wird. Dieser wurde mit einer Schichtdicke von mind. 30 cm eingebaut. Der andere Teil der Laichgewässer wurde mit Dernoton abgedichtet. Eingebaut wurde lt. Herstellerangabe mit einer Schichtdicke von mind. 15 cm. Zunächst funktionierte die Abdichtung in beiden Varianten. Nach etwa einem Jahr war jedoch festzustellen, dass die mit Lehm abgedichteten Gewässer im Gegensatz zu den mit Dernoton abgedichteten Gewässern auch bei feuchter Witterung kein Wasser mehr führten. Nach einer weiteren Beobachtungszeit wurden die Lehmdichtungen im darauffolgenden Jahr durch Dernoton ersetzt. Die anliegenden Fotos sind etwa ein Jahr nach Fertigstellung aufgenommen.
Mit freundlichen Grüssen i. A.
U. Martini
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Dr. H. M. Schober ‐ Gesellschaft für Landschaftsarchitektur mbH
Geschäftsführung: Dr. HansMichael Schober ‐ Andreas Pöllinger ‐ Christoph Stein
Sitz der Gesellschaft: Freising – Amtsgericht Freising ‐ HRB 175994 Obere Hauptstr. 45 85354 Freising ‐ Germany

Artenschutzmaßnahme für die in Nordrhein-Westfalen vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke

Dieser Beitrag stammt aus der „elaphe 02-2011“ der www.dght.de und kann unter diesem heruntergeladen werden.
Von Dagmar & Frank Behrend und Peter Schmidt

Hintergrund
Die ursprünglichen Lebensräume der Gelbbauchunke (Bombina variegata) sind in Bachauen, Feuchtwiesen sowie in Wäldern mit wasserstauenden Böden zu suchen. Die Art besiedelt die im Zuge von dynamischen Prozessen (Windwurf, Überschwemmung) entstandenen temporären Kleingewässer. Außerdem bewohnt sie Quellmoore und Sümpfe. Generell sind viele Vorkommen der Gelbbauchunke in Waldnähe zu finden.

Große und lange existierende Vorkommen sind alle an historisch alte Wälder geknüpft. Da die Tiere den größten Teil ihrer Aktivitätsphase direkt im oder am Wasser verbringen, ist davon auszugehen, dass der Wald vornehmlich als Überwinterungshabitat dient.

Nahezu alle aktuell bekannten Vorkommen sind allerdings nicht mehr in Primärhabitaten zu finden, sondern in Sekundärlebensräumen, vor allem Steinbrüchen. Die Gelbbauchunke ist damit vor allem von der Bewirtschaftungsweise der Steinbruchunternehmen und der Waldbewirtschaftung abhängig. In den vergangenen 30 Jahren büßte sie zahlreiche Vorkommen ein und gilt derzeit zusammen mit der Knoblauchkröte als die am stärksten gefährdete Amphibienart in Nordrhein-Westfalen und als vom Aussterben bedroht (Rote Liste NRW 1).

Die bekannten rezenten Vorkommen beschränken sich vor allem auf wenige Regionen wie z. B. den Kreis Aachen, den Kreis Düren, den Rhein-Sieg-Kreis, die Stadt Bonn oder den Rheinisch Bergischen Kreis. Die Verbreitungskarte täuscht etwas darüber hinweg, dass die Populationen innerhalb der Verbreitungsschwerpunkte meist isoliert liegen und oft nur aus wenigen Individuen Bestehen.

Die Situation in Bonn
In Bonn kommt die Gelbbauchunke derzeit an sechs Stellen im Waldbereich des Siebengebirges vor, die zu fünf Vorkommen zusammengefasst werden können. Alle Vorkommen sind auf kleinflächige Offenlandbereiche beschränkt, die als weitgehend isoliert anzusehen sind, da der Wald derzeit nur wenig besonnte, feuchte Lichtungen und damit Trittsteinhabitate bietet.

In allen Fällen wären eine Ausweitung des Offenlandhabitates und eine Zunahme der Anzahl der Gewässer wünschenswert. Das südlichste Vorkommen der Gelbbauchunke im Stadtgebiet von Bonn befindet sich auf einem privaten Grundstück am Waldrand. Seit einigen Jahren wird von uns dort der Garten zum Schutz der darin vorkommenden, aus der Umgebung eingewanderten oder schon früher vorhandenen zwölf Amphibien- und Reptilienarten optimiert: Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte, Kammmolch, Teichmolch, Bergmolch, Wasserfrosch, Grasfrosch, Erdkröte, Feuersalamander, Blindschleiche, Zauneidechse und Ringelnatter finden dort einen Lebensraum.

Zu den entsprechenden Arbeitsmaßnahmen gehört u. a. die Anlage von ca. 25 großen und kleinen Gewässern. Dadurch wurde die Population der Gelbbauchunke bereits gefördert, so dass sie zur Zeit mehr als hundert Tiere umfasst und in jedem Jahr große Fortpflanzungserfolge zu verzeichnen sind. In direkter Nachbarschaft befindet sich ein kleiner ehemaliger Basaltsteinbruch im Besitz der Stadt Bonn, der in der Vergangenheit als wilde Müllabladestelle zweckentfremdet wurde und der Sukzession anheimgefallen ist. Dieses Gebiet eäre als Gelbbauchunken-Lebensraum bestens geeignet.

Bericht über die durchgeführten Maßnahmen
Ziel der aktuellen Maßnahme war die Optimierung der von der Stadt Bonn begonnenen Arbeiten und damit die Schaffung eines großen Angebotes an geeigneten Laichgewässern sowie die Entfernung von Schatten werfenden Gehölzen. Hierbei wurde das Hauptaugenmerk auf die Anlage von 34 besonnten Kleinstgewässern speziell für die Gelbbauchunke gerichtet.

Da von den Anwohnern zuvor Bedenken gegen eine mögliche „Schallemission“ durch laut rufende Amphibienarten wie z. B. Wasserfrösche oder Geburtshelferkröten geäußert wurden, mussten die Gewässer eine maximale Tiefe von 30 cm aufweisen und durften eine Fläche von circa 3 m² nicht überschreiten.

Schritt 1: Auffüllen der Bodensenke mit Kies
Um einen stabilen Aufbau zu gewährleisten, wurde die Bodensenke mit 0/32er Kies aufgefüllt, der mit einer Schaffußwalze und einer Rüttelplatte verdichtet wurde. Insgesamt waren 120 m³ Kies notwendig.

Schritt 2: Einbringen der dichtenden Schicht aus Dernoton
Abschnitts- und lagenweise wurde das tonhaltige Dichtmaterial Dernoton aufgetragen und mit einer Rüttelplatte komprimiert. Die Arbeiten wurden zusätzlich auch von der Herstellerfirma Dernbach begutachtet. Zur Abdichtung wurden 100 Tonnen Dernoton verwendet.

Schritt 3: Einbringen der Abdeckschicht
Als Oberflächenmaterial wurde ein magerer, leicht sandiger Rohton aus dem Raum Bonn gewählt, der zur Verarbeitung zunächst in kleine Stücke gebrochen werden musste. Diese wurden dann in einer 10 cm dicken Schicht aufgebracht und mit der Rüttelplatte verdichtet. Diese Schicht verhindert die Erosion der Dernotonschicht und schützt sie vor mechanischen Beeinträchtigungen.

Schritt 4: Gestaltung der Gewässersohlen
Auf die durchgehende 10 cm dicke Abdeckschicht wurde eine weitere 30 cm dicke Schicht aus dem gleichen Tonmaterial aufgebracht, in die die eigentlichen Gewässersohlen ausgeformt wurden.

Schritt 5: Einrichtung der Wasserzufuhr
Um gegebenenfalls zu starkem Wasserverlust in den Tümpeln während des Sommers vorzubeugen, kann der Fläche über den Überlauf eines Brunnens, der sich auf unserem Grundstück befindet, Wasser zugeführt werden. Um der Erosion an der künstlichen Böschung vorzubeugen, wurde diese mit 5 t Basaltschotter befestigt. Außerdem wurde eine regelbare Überleitung für das Brunnenwasser geschaffen.

Schritt 6: Sicherung des Geländes
Um das Betreten der Fläche durch Kleinkinder zu verhindern und eine damit verbundene Ertrinkungsgefahr auszuschließen, wurde die Fläche z. T. mit einem 1 m hohen Zaun aus Knotengeflecht umgeben. Um Hunden ebenfalls keinen Zugang zu ermöglichen, wurde das Knotengeflecht 30 cm tief in die Erde eingegraben.

Situation Ende April 2011
Die Gewässer haben trotz anhaltender Trockenheit ihren Wasserstand nahezu gehalten, die Abdichtung funktioniert also sehr gut. Mehrere Gelbbauchunken wurden bereits in den Gewässern gesichtet, sodass mit einer zügigen Annahme des neuen Lebensraumes gerechnet werden kann. In der nächsten „elaphe“ geben wir einen aktuellen Überblick über dieses von der DGHT geförderte Projekt.

Originalbeitrag der dght

Anwendungsbeispiel: Ausgleichsmaßnahme für Kreuzkröten Kolherhofweg in Mülheim an der Ruhr

Auftraggeber: Regionalverband Ruhr

NRZ Mülheim/Ruhr, 20.09.2012:
„[…]Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen muss der Ruhrverband im Rahmen der anstehenden Abdichtung der Deponie die streng geschützten Tiere in einen neuen Lebensraum umsiedeln.[…]So umfasst das umgestaltete Areal nun 5.000 m² mit einer 100 m² großen und 30 cm tiefen Flachwasserzone[…]“

Anwendungsbeispiel: Schwanenweiher in Karlsberg (Homburg)

Ausführende Firma: FloraTec, 66780 Niedaltdorf

Die sog. Schwanenweiher, einst Teil der Waldlandschaft des Homburger Prunkschlosses Karlsberg, wurden mitten auf der heutigen saarländischen‐/rheinland‐pfälzischen Landesgrenze neu gestaltet.

Anwendungsbeispiel: Laichgewässer für Gelbbauchunken in Ockenfels

Hans‐Peter Job Untere Naturschutzbehörde Kreisverwaltung Neuwied+ 05.03.2014

Anwendungsbeispiel: Laichgewässerabdichtung Hof Ramsbrock in Bielefeld

Ausführende Firma: Tobias Schlüssler, Erd‐ und Landschaftsbau, 33758 Schloss Holte‐Stukenbrock
Texte und Fotos: Tobias Schlüssler

Anwendungsbeispiel: Laichgewässerabdichtung im Revierpark Mattlerbusch in Duisburg

Der hier im Juni 2014 fotografierte Teich wurde 1989 erbaut, ist als 25 Jahre alt. Trotz intensivem Bewuchs mit Schilf und Rohrkolben ist das Gewässer nach wie vor dicht. In den Jahren 1989 bis 2000 wurden im Revierpark Mattlerbusch insgesamt drei Teiche mit DERNOTON® angelegt. Die anderen Teiche sind ebenfalls stark eingewachsen, Undichtigkeiten sind auch dort nicht festzustellen.