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Mineralische Kapselung von einwandigen Kanälen und Leitungen mit DERNOTON®-Fertigmischung S

 

Die mineralische Kapselung von einwandigen Kanälen und Leitungen dient bei Schäden am Abwasserleitungssystem der Exfiltration von Abwasser bzw. der Infiltration von Grundwasser. Im Schadensfall wird die Dichtwirkung von der mineralischen Abdichtung übernommen.

Mineralische Kapselung von Abwasserleitungssystemen

rohr schema 01

Quelle der Zeichnungen: ATV-DVWK REGELWERK, Merkblatt ATV-DVWK-M 146, Abwasserleitungen und -kanäle in Wassergewinnungsgebieten, Hinweise und Beispiele Mai 2004

 

Die mineralische Kapselung erfolgt für das gesamte Abwasserleitungssystem mit Rohren, Schächten und Hausanschlüssen. Die Rohre werden in der Leitungszone in einer Dicke von mind. d = 25 cm ummantelt. Bei Schächten wird für die Kapselung, die bis zur maximalen Einstauhöhe reicht, die gleiche Mindestdicke eingesetzt.

 

Die Mindestdicke des Ummantelungs- und Umhüllungsquerschnittes um den Rohrschaft des Rohrkanals beträgt für Rohrleitungen

< DN 200 = 25 cm

> DN 200 < DN 600 = 30 cm

Für Rohrleitungen > DN 600 sind nach Rücksprache des Auftraggebers evtl. nur Teilumhüllungen bis zum Rohrkämper herzustellen.

 

Für die mineralische Kapselung brauchen an Muffen, Unstetigkeiten im Leitungsverlauf oder im Bereich von Hausanschlüssen keine besonderen Konstruktionsdetails ausgebildet zu werden.

rohr schema 02

Quelle der Zeichnungen: ATV-DVWK REGELWERK, Merkblatt ATV-DVWK-M 146, Abwasserleitungen und -kanäle in Wassergewinnungsgebieten, Hinweise und Beispiele Mai 2004

 

Untergrund:

Zunächst ist die Baugrubensohle eben und höhengerecht herzustellen und ordnungsgemäß zu verdichten. Hierauf ist die DERNOTON®-Fertigmischung S in der vorgegebenen Schichtdicke (nach der Verdichtung) in gesamter Rohrgraben- und Schachtgrubenbreite einzubauen und zu verdichten.

Rohr 03

 

Einbau der mineralischen Kapselung:

Nach Verlegung der Rohrkanäle und Herstellen des Einstiegsschachtes (Schachtunterteil einschl. Fundamentplatte) ist mit der DERNOTON®-Fertigmischung S die Leitungszone neben dem Rohrkanal und der Arbeitsraum neben dem Einstiegsschacht bis zur Verbauwand oder bei unverbauter Baugrube bis an den anstehenden Boden heran zu verfüllen und der Rohrkanal in der vorgegebenen Schichtdicke (nach der Verdichtung) zu überschütten.

Rohr 04

Für das Einfüllen der DERNOTON®-Fertigmischung S in die Rohrgräben und Schachtbaugruben sind entweder Schüttrohre zu verwenden oder das Material ist mit einem Bagger-Greifer direkt in die Verfüllzonen abzusetzen. Eine Vermischung der DERNOTON®-Fertigmischung S mit anderem Verfüllmaterial ist unbedingt zu verhindern.

Rohr 05

 

Verdichten:

Die Verdichtung der DERNOTON®-Fertigmischung S muss mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Dies gilt insbesondere für die nach Verlegung der Rohre neben den Rohren einzubauende DERNOTON®-Fertigmischung S. Die einzuhaltende Lagenstärke beim Einbau der DERNOTON®-Fertigmischung S ist vom eingesetzten Verdichtungsgerät abhängig und darauf abzustimmen.

Rohr 06